Moderation


Draußen bleiben und drinnen sein.

Gespräche mit oder in einer Gruppe können manchmal sehr schwierig werden und ohne eine Unterstützung von außen in Sackgassen landen. Hilfe ist notwendig von einem Menschen, der einerseits in Kontakt ist mit den GesprächsteilnehmerInnen, andererseits genügend Abstand sowohl zu diesen als auch zum Thema hat. ModeratorInnen sind geschult, mit dieser Quadratur des Kreises umzugehen. Ihr Außenblick ermöglicht ihnen lösungsfördernde Weitblicke und das sichere Halten des roten Fadens auch in turbulenten Situationen. Der Bezug zur Innenwelt eines Systems (Elternabend, Konfliktparteien, Konferenzen …) gelingt über die mitmenschliche Haltung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber allen Beteiligten.

ModeratorInnen bringen einen ganzen Koffer an Fähigkeiten und Fertigkeiten mit. Dies ist einerseits ganz praktisch zu verstehen: Der Moderationskoffer mit Stiften, Karten, Kleber bietet das Material, um Themen, Erkenntnisse, Ziele, Handlungsvereinbarungen … so zu visualisieren, dass diese nicht nur an Flipchart und Pinnwand, sondern auch im Bewusstsein der TeilnehmerInnen „hängen“ bleiben.
Andererseits hat ein Moderator viele Moderationsmethoden im Gepäck, die er/sie flexibel und kreativ, dem Anliegen und der Situation entsprechend, einsetzt, um die Ziele, Ressourcen, notwendigen Handlungsschritte zu aktivieren. Und natürlich finden sich in diesem Koffer auch Kommunikationskompetenz und die Fähigkeit, diese zu vermitteln, außerdem ein Verstehen von Gruppenprozessen und das Handwerkzeug, im Konfliktfall verknotete Fäden wieder zu starken, gemeinsamen Seilen zu verbinden.

Kurz gesagt: Moderation unterstützt den klaren Blick auf Themen und Ziele, das Schatzheben der Ressourcen und die Motivation zum Handeln, und das alles meistens schneller als ohne diese professionelle Begleitung.